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Neue Empfehlungen des Europäischen Beirates zur Wiederbelebung

In Deutschland sterben jährlich ca. 160.000 Menschen an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, das sind ca. 30 Mal mehr als jährlich durch Unfälle im Straßenverkehr ums Leben kommen. Viele dieser Menschen könnten durch sofortige und gezielte Wiederbelebungsmaßnahmen und anschließende medizinische Versorgung überleben.

Neue Empfehlungen des Europäischen Beirates zur Wiederbelebung (ERC), die seit dem 01.08.2006 auch in den Erste-Hilfe-Kursen des Roten Kreuzes in Westfalen-Lippe vermittelt werden, ermöglichen den Ersthelfern durch vereinfachte Diagnose schneller die Notfallsituation zu erkennen und damit auch frühzeitiger die lebensrettenden Maßnahmen der Wiederbelebung einzuleiten.

Zukünftig wird bereits beim Ausfall bzw. bei nicht mehr normaler Atmung mit der Wiederbelebung begonnen. Das Verhältnis von Druckmassage zur Beatmung wurde von 15: 2 auf 30 : 2 heraufgesetzt, wodurch ein verbesserter „Ersatzkreislauf“ erzielt wird. Die Wiederbelebung wird zukünftig mit Druckmassagen und nicht wie bisher mit zwei Beatmungen begonnen. Die Beatmungen können Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase erfolgen (freigestellt).

Das Rotkreuz-Lehrinstitut in Münster weist ausdrücklich darauf hin, dass keine der bisher unterrichteten und praktizierten Maßnahmen als „falsch“, „rückständig“ oder gar „unzureichend“ bezeichnet werden darf. Jeder Ersthelfer kann die erlernten Maßnahmen weiter praktizieren, dies ist in jedem Fall besser, als nichts zu tun. Die Neuerungen dienen aber dem Bestreben, die Wiederbelebungsmaßnahmen europaweit, möglichst sogar weltweit zu vereinheitlichen.

Der Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses oder eines Erste-Hilfe-Trainings zur Auffrischung der Kenntnisse kann jedoch nicht schaden.

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